Umweltwirkung

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der ökologisch relevanten Parameter für die Umweltwirkung von Baustoffen:


Graue Energie

Die graue Energie (der kumulierte Aufwand an Primärenergie, der erforderlich ist, um ein Produkt oder eine Leistung an einem bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt bereitzustellen) ist ein wenig bis gar nicht beachteter Bestandteil des Energiebedarfs im Baubereich in Deutschland. Die graue Energie eines Gebäudes kann dem Betriebsenergieverbrauch von weit über 20 Jahren entsprechen.
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Treibhauspotenzial GWP

Das (relative) Treibhauspotenzial (engl.: Global Warming Potential GWP) gibt an, welchen Beitrag ein Gas als "Treibhausgas" durch seine Verbreitung in der Umwelt am Treibhauseffekt verursacht. Durch diese "Treibhausgase" wird die von der Erde abgestrahlte Infrarotstrahlung reflektiert und teilweise zur Erdoberfläche zurückgestrahlt. Das Treibhauspotenzial fasst alle Gase im Verhältnis der Wirkung von Kohlendioxid zusammen, stellt sie also als CO2-Äquivalent dar (CO2e, e für englisch: equivalent).
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Versauerungspotenzial AP

Das Versauerungspotenzial (acidification potential - AP) ist das Ergebnis der Ansammlung von versauernd wirkenden Luftschadstoffen, ausgedrückt in massebezogenen SO2-Äquivalenten. Das Maß für diese Umweltwirkung ist das Versauerungspotenzial (Acidification Potential), dass in SO2-Äquivalenten angegeben wird. Zu den versauernd wirkenden Emissionen gehören z.B. Schwefeldioxid SO2, Stickoxide NOx und Schwefelwasserstoff H2S.
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Ozonabbaupotenzial ODP

Das Ozonabbaupotential einer chemischen Verbindung ist eine Maßzahl für den relativen Effekt des Abbaus der Ozonschicht (Beitrag zum Ozonloch), die durch den Stoff ausgelöst werden kann. Das Ozonabbaupotenzial eines die Ozonschicht schädigenden Stoffes ergibt sich aus seinem ODP-Wert (Ozone Depletion Potential). Dieser gibt das Ozonabbaupotenzial relativ zu dem Ozonabbaupotenzial des Stoffes R 11 an; das heißt ODP (R 11) = 1. Mit R 11 wird das FCKW -Kältemittel Trichlorfluormethan bezeichnet.
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Gesamtenergiebilanz von Baustoffen

In Zeiten von Ressourcenschonung und Energieeffizienz muss ein Gebäude ganzheitlich betrachtet werden. Das bedeutet, dass nicht nur die Betriebsenergie eines Gebäudes beachtet werden sollte, sondern auch die Energie, die zur Herstellung aufgewendet wurde - sprich - die graue Energie.
Unter Gesamtenergie verstehen wir die graue Energie + Strombedarf + Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasser; normiert auf ein Quadratmeter und Jahr (entsprechend muss die Lebensdauer des Bauwerks bekannt sein oder nachvollziehbar abgeschätzt werden).
Dieser Wert gibt über den tatsächlichen Energieverbrauch eines Gebäudes über seine gesamte Lebensdauer hinweg Auskunft.
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